Montag, 17. März 2014

Wien Belvedere und Winterpalais - Vienna Belvederes and the Winter Palace


Wegen diesem kleinem Mann wollte ich nach Wien fahren – der Wiesenmanager war natürlich sofort begeistert dabei. Aufmerksam wurde ich auf die Ausstellung(en) durch einen Artikel in ‚DIE ZEIT’. 
Because of this little man I wanted to travel to Vienna – the meadow manager was delighted. I took notice about this exhibition because of an article in ‘DIE ZEIT’ (sorry it is  only in German available).
http://www.zeit.de/2013/51/wien-winterpalais-prinz-eugen
http://www.zeit.de/2013/43/prinz-eugen-350-geburtstag
Im oberen Belvedere war die Ausstellung der Menagerie des Prinzen Eugen. Unter anderem war auch der mottenzerfressene Löwe. Dieser war zu seinen Lebzeiten zahm und durfte im Haus frei herumlaufen -  zur Freude des Prinzen, wenn die Gäste sich erschrocken haben. Außerdem soll er in derTodesstunde  des Prinzen gebrüllt haben.
In the ‘Oberen Belvedere’ we saw the exhibition of the menagerie of the Prince Eugene. Amongst others you could see the moth-eaten lion. It was tame and during its lifetime it was allowed to run free – to the delight of Prince Eugene, when his guests were frightened. Also at the hour of death of the Prince the lion was roaring.
Ausstellungsort: Oberes Belvedere
Anlässlich des 350. Geburtstags lenkt Prinz Eugen von Savoyen - Die Menagerie des Prinzen die Aufmerksamkeit nicht nur auf einen höchst lebendigen Teil der Sammlungen des einstigen Besitzers, sondern auch auf die ursprüngliche Erscheinung einzelner Räume des Oberen Belvedere. Dank seiner Erfolge als drei habsburgischen Kaisern dienender Feldherr und der ihm verliehenen Ämter verfügte der Prinz über ein Vermögen, das ihm den Erwerb zahlreicher Kostbarkeiten ermöglichte. Mit dem Belvedere – in historischen Karten, Druckgrafiken und Dokumenten meist als Garten des Prinzen bezeichnet – besaß er eine Anlage, in der auch der Naturfreund seinen Leidenschaften nachgehen konnte. Bereits 1716 erwarb Prinz Eugen ein Gelände für die Errichtung seiner Menagerie. Im darauf folgenden Jahr konnte der Bau in Angriff genommen werden, wobei die nach Plänen von Louis Le Vau 1663 errichtete Menagerie Ludwigs XIV. in Versailles als Vorbild diente. So entstand eine Wintermenagerie, deren Besuch zu Prinz Eugens Lebzeiten eine Attraktion war – damals bevölkerten Pfauen, Schwäne, Kraniche und Löffelgänse den Hof, während in den Gehegen Damwild, Gämsen, Affen, tripolitanische und türkische Schafe, Luchse, ein Löwe, Strauße, Perlhühner und viele weitere Tierarten zu sehen waren. Neben den Beschreibungen von Johann Basilius Küchelbecker und Johann Georg Keyßler sind auch die bildlichen Dokumente für die heutige Aufarbeitung bedeutend, beispielsweise die 1734 erschienene Grafikfolge nach kolorierten Stecherzeichnungen von Salomon Kleiner, die in der Albertina verwahrt werden. „In diesem Menageriewerk sind neben Pflanzenraritäten zahlreiche Tiere dargestellt, und es scheint, als wäre dieser Teil der Sammlungen besonders genau festgehalten worden, da man sich seiner Endlichkeit bewusst war. Der Prinz vertraute hier vor allem den Malern Ignaz Heinitz von Heinzenthal, Philipp Ferdinand de Hamilton und Franz Werner Tamm“, erklärt Georg Lechner, der Kurator der Ausstellung. So sind in der Ausstellung Gemälde aus dem Besitz des Prinzen Eugen, einige weitere Tierdarstellungen aus dieser Zeit, ausgewählte aquarellierte Zeichnungen sowie Druckgrafiken von Salomon Kleiner zu sehen. Um den dokumentarischen Wert der Kunstwerke zu unterstreichen, werden diesen Tierpräparate gegenübergestellt, die dankenswerterweise vom Naturhistorischen Museum zur Verfügung gestellt wurden.

Außerdem haben wir auch die vielen Bilder, die ausgestellt waren bewundert. Und sind noch im Garten herumgegangen.
Furthermore we admired the lot of exhibited pictures. And we walked in the garden.

 Und dann war auch das Winterpalais dran. Es wurde renoviert, nachdem jahrelang das Finanzamt Hof gehalten hat. Es muss schrecklich ausgesehen haben.
Prinz Eugen im Winterpalais
Das Winterpalais des Prinz Eugen in der Wiener Innenstadt öffnet sich der zeitgenössischen Kunst. Zum 350. Geburtstag des einstigen Feldherrn und Mäzen werden die Prunkräume in seiner Winterresidenz einer neuen Nutzung übergeben und vom Belvedere bespielt.
Ab 18.10.2013 sind die Prunkräume des Winterpalais in der Himmelpfortgasse im 1. Bezirk wieder für die Öffentlichkeit zugänglich. Das Belvedere eröffnet die barocken Räume mit einer Ausstellung zum 350. Geburtstag des Bauherrn Prinz Eugen von Savoyen (1663-1736), die bis 25. Mai 2014 dauert. Thematisiert werden die Baugeschichte des Palais, die Künstler, die Prinz Eugen begleiteten und die Kaiser, denen der Savoyer diente. Höhepunkt ist die Collane vom Orden des Goldenen Vlieses aus dem Eigentum des Prinzen. Zeitgleich mit der Geburtstagsausstellung für Prinz Eugen im Winterpalais eröffnet auch im Oberen Belvedere die Schau "Eugen von Savoyen. Die Menagerie des Prinzen", die bis 16. März 2014 mit Tierpräparaten aus dem Naturhistorischen Museum punktet.
Danach soll das Winterpalais zum Ort der Begegnung zwischen dem barocken Interieur, den Sammlungen des Belvedere sowie zeitgenössischen Arbeiten nationaler und internationaler KünstlerInnen werden. Werke von Valie Export, Maria Lassnig, Arnulf Rainer, Erwin Wurm, Heimo Zobernig, Gerwald Rockenschaub, Markus Schinwald, Gelatin u.a. werden neben Arbeiten internationaler Größen wie Damien Hirst, Jan Fabre, Takashi Murakami, Anselm Kiefer, Julian Schnabel, Gerhard Richter oder Olafur Eliasson in den historischen Räumlichkeiten einen neuen Ort der künstlerischen Auseinandersetzung finden.
Der berühmte österreichische Feldherr und Kunstliebhaber Prinz Eugen beauftragte Ende des 17. Jahrhunderts den österreichischen Barock-Architekten Johann Bernhard Fischer vom Erlach mit dem Bau des Stadtpalais in der Himmelpfortgasse. Das 1698 eröffnete prunkvolle Wohn- und Repräsentationsgebäude diente dem Prinzen als Winterresidenz. Weitere Zu- und Ausbauten durch den Baumeister Johann Lucas von Hildebrandt folgten, dieser entwarf auch den Sommersitz des Prinz Eugen, die Schlossanlage des Belvedere. Von 1848 bis zum Beginn der Generalsanierung 2007 war im Winterpalais das Finanzministerium untergebracht.
Zu den bedeutendsten Prunksälen des Winterpalais von Prinz Eugen von Savoyen gehören der Blaue Salon mit einem Deckenfresko von Louis Dorigny, der Rote Salon (das frühere Audienzzimmer) mit lebensgroßen Gemälden von Josef I., Karl VI. sowie Prinz Eugen auf seinem Lieblingspferd, das prachtvolle Goldkabinett mit Spiegeln und einer kunstvoll gestalteten Decke sowie der Schlachtenbildersaal mit sieben Gemälden von Ignace Jacques Parrocel.

And then we visited the Winter-Palace. It was restored after the ministry of finance hold court. It must have looked terrible
Prince Eugene in the Winter Palace
Prince Eugene's Winter Palace in Vienna city center opens its doors to contemporary art. To mark the 350th birthday of the former field marshal and patron of the arts, the state rooms in his winter residence have been assigned a new use and are used by the Belvedere.
From 18 October 2013, the state rooms of the Winter Palace on Himmelpfortgasse in the 1st district will be open to the public again. The Belvedere is opening the Baroque rooms with an exhibition to mark the 350th birthday of the field marshal Prince Eugene of Savoy (1663-1736), which runs until 25 May 2014. Subjects dealt with include the history of the palace's construction, the artists that accompanied Prince Eugene and the emperors whom the Savoyois served. The highlight is the Collane of the Order of the Golden Fleece from the Prince's estate. At the same time as the birthday exhibition for Prince Eugene in the Winter palace, the show "Eugene of Savoy. The Menagerie of the Prince" also opens in the Upper Belvedere, which runs until 16 March 2014 with highlights of stuffed animals from the Museum of Natural History.
Afterward, the Winter Palace will become a place of encounter between the Baroque interior, the collections of the Belvedere as well as contemporary works of national and international artists. Works by Valie Export, Maria Lassnig, Arnulf Rainer, Erwin Wurm, Heimo Zobernig, Gerwald Rockenschaub, Markus Schinwald, Gelatin and others will find a new place of artistic discourse in the historic spaces, alongside works by international greats, such as Damien Hirst, Jan Fabre, Takashi Murakami, Anselm Kiefer, Julian Schnabel, Gerhard Richter and Olafur Eliasson.
At the end of the 17th century, the famous Austrian field marshal and art lover Prince Eugene commissioned the Austrian Baroque architect Johann Bernhard Fischer vom Erlach with the construction of the city palace on Himmelpfortgasse. The residential and ceremonial building, which opened in 1968, served as the Prince's winter residence. Further annexes and expansions by master builder Johann Lucas von Hildebrandt followed; he also designed the summer residence of Prince Eugene, the palace complex of the Belvedere. From 1848 until the start of the general refurbishment in 2007, the Winter Palace was home to the Finance Ministry.
The most important state rooms of the Winter Palace of Prince Eugene of Savoy include the Blue Salon with a ceiling fresco by Louis Dorigny, the Red Salon (the former audience room) with life-sized portraits of Josef I., Karl VI. and Prince Eugene on his favorite horse, the magnificent gold cabinet with mirrors and an artistically designed ceiling, as well as the battle room with seven paintings by Jacques Parrocel.


Was wir sonst noch gemacht haben – steht dann in einem neuen Post.
What we did furthermore – you will see in a new post.

Mittwoch, 12. März 2014

Der Garten im Februar - the garden in February


 
Ich habe längere Zeit nichts geschrieben. Dafür gibt es mehrere Gründe – vor allem - Zeitmangel (kennt jeder).
The last time I wrote is ages ago. There are various reasons – first of all for lack of time (I think everybody knows this).
Im Garten war bei schönem Wetter immer was zu tun – nämlich schneiden, schneiden.
It the weather was nice, I had to do a lot – especially cut, cut.



Andere machen dies im Herbst, ich aber Frühjahr und das kommt immer so überraschend schnell. Einige Bewohner freuen sich aber darüber.
Other people are doing this in autumn, but I prefer springtime and this is always too early. But some garden inhabitants are chuffed about this.
Igelburg nur der Ast wurde von uns
dazugelegt

Und wenn ich aus der Heimat komme und meine restliche Familie treffe (wir sind nur noch zu dritt) – dann brauche ich Wochen um mein psychisches Gleichgewicht wieder zu finden.
And when I return from my home country and meet my remaining family (we are only three) – then I need weeks to gain my mental balance.
Außerdem waren wir einige Tage auf Reisen. Dazu mehr dann in späteren  Einträgen..
Furthermore we were travelling some days (this I show you in some other posts).
Und ich hatte eine Menge Probleme mit dem Laptop – Dank Bills. 
And I had a lot of problems with the laptop – due to Bill.
Hier nun nur ein paar Bilder aus dem Garten im Februar.
So only some photos from our garden in February.




Mittwoch, 29. Januar 2014

Oper Bockenheimer Depot: die Gespenstersonate – opera in the Bockenheimer Depot: the ghost sonata

Wir fahren morgen für eine Woche nach Österreich – Wien und Schlierbach (Oberösterreich). Das bedeutet um 4.00 Uhr in der Früh aufstehen. Heute Abend haben wir nochmals eine Opernvorstellung im Bockenheimer Depot. Deshalb nur mal kurz die Beschreibung der Oper:
 
DIE GESPENSTERSONATE
Aribert Reimann, * 1936
Kammeroper in drei Akten
Text von August Strindberg
 
Zum Werk
Der Student Arkenholz wird von Direktor Hummel in einem Haus vorgestellt, dessen Insassen auf den ersten Blick ein normales Leben führen. Allein "die Mumie", eine alte Frau, die in einem Wandschrank ihr Dasein fristet, erregt bei ihm Staunen. Arkenholz’ Interesse gilt einem schönen Fräulein, in das er sich prompt verliebt und das er bald zu seiner Frau machen möchte. Direktor Hummel, machtbesessener Strippenzieher und "Menschenfänger", will ihm augenscheinlich dazu verhelfen, – jedoch nicht ohne Gegenleistung. Die Schicksale aller Figuren scheinen auf groteske Weise miteinander verflochten. Zum großen Schrecken des Studenten leidet das junge Mädchen, ebenso wie alle übrigen Hausbewohner, unter den Folgen der Vergangenheit. In regelmäßigen Abständen wird zu einem "Gespenstersouper" geladen – es finden sich stets dieselben Gäste ein, die stets dieselben Gespräche führen. Das umgekehrte Machtverhältnis zwischen Besitzern und Dienstpersonal verstärkt die klaustrophobische Atmosphäre zusätzlich. Arkenholz durchschaut zwar die Verstrickungen von Schuld und Sühne, vermag das Netz aus Abhängigkeit und Verrat aber nicht zu zerschlagen.
Mit der Wahl, ein Stück von August Strindberg zu vertonen, hat sich Aribert Reimann für ein Kammerspiel entschieden. Das Drama wartet mit symbolistisch aufgeladenen wie absurden Szenen auf, deren ethischer und sozialkritischer Gehalt dem Stück zeitlose Gültigkeit verleiht. Die Grundthemen von Gerechtigkeit und Schuld sowie deren Vertuschung und die Unfähigkeit eines jeden Menschen, völlig schuldlos durchs Leben zu gehen, bilden die Eckpfeiler von Walter Sutcliffes Inszenierung.

Tomorrow we are leaving for a holiday week in Austria – Vienna and Schlierbach (Upper Austria). That means getting up at 4 o’clock in the morning. This evening we have an opera performance in the ‘Bockheimer Depot’. Therefore only a short description of the opera:

DIE GESPENSTERSONATE
(The Ghost Sonata)
Aribert Reimann, * 1936
Chamber opera in three acts
Libretto by August Strindberg
About the piece
Director Hummel introduces a student, Arkenholz, to people in a house who at first glance all seem to be leading normal lives. Except »The Mummy«, an old woman who ekes out her existence in a storage space, who fascinates him. Arkenholz’ interest is aroused by a beautiful girl, in whom he immediately falls in love and wants to marry as soon as possible. Director Hummel, a power obsessed puller of strings and »people collector« evidently wants to help him – but not without getting something in return. The fates of all the characters appear to be grotesquely interwoven with one another. To the student’s horror he realises that the young woman and all the other members of the household are suffering from the consequences of what happened in the past. Invitations are made to regular »Ghost dinners« – at which the guests are always the same, and so are the conversations. The reversal of power relationships between the owners and servants further intensifies the claustrophobic atmosphere. Arkenholz sees through the entanglements of guilt and atonement, but does not want to destroy the web of dependency and betrayal. Aribert Reimann wrote a chamber opera for this August Strindberg story. The drama is full of symbolism and absurd scenes whose ethical and social critical content make the peace seem timeless. The underlying themes of justice and guilt, hushing up facts and the inability of anyone being able to go through life in total innocence are the foundations of Walter Sutcliffe’s production.

Und hier noch ein Bild von einem früheren Wienbesuch. Das Fenster einer Buchhandlung in der Nähe unseres Hotels.
And here another photo from a previous visit to Vienna. The shopwindow of a bookshop near our hotel.

Hinter der Bühne – behind the backstage

Es werden von der Oper Frankfurt manchmal Führungen hinter der Bühne angeboten. Aber da muss man sich schon um Mitternacht im Internet anmelden. Im Wintersemester hat die Volkshochschule Hofheim diese Führung angeboten. Hier gab es kein Problem einen Platz zu bekommen.
From the operaFrankfurt there are sometimes guidances behind the backstage. But in this case you have to subscribe via internet immediately at midnight. In the winter term the adult education centre in Hofheim offered this guidance. And there was not any problem to book a position.
Erst mal auf der Bühne stehen und 40 Meter über einen ist nur leere und auf der Seite sind die Scheinwerfer angebracht. Vor jeder Vorstellung werden die Scheinwerfer für das gesamte Stück eingestellt. Dann die Drehbühnen, die Höhe der Bühnenbilder, die Probenräume, die Werkstätten, das Stofflager usw. Wenn man die Gelegenheit hat, sich das anzusehen, nichts wie hin.
If you stay the first time at the stage there are 40 meters above you with nothing, only at the side the spotlights. Before every show the spotlights have to be arranged for the entire show. Then the revolving stages, the high of the décor, the room for the rehearsals, the studios, the store of the fabrics and so on. When you have the chance to see something like this, don’t miss the opportunity.

Oper Frankfurt ‘ Der Sturm’ – opera house Frankfurt ‘The Tempest’

Man merkt immer, wenn es sich um eine ‚moderne’ Oper handelt. Die  besser bezahlten Plätze sind gelichtet - zu Unrecht. Es gibt soviel zu sehen  - Bühnenbild, Kostüme, Beleuchtung und dazu noch sehr schöne Arien. Ich gebe zu, wenn das Umfeld nicht wäre, würde ich mir die Musik auch nicht anhören.
You always realize if it is a modern opera. The expensive seats are mostly vacant - wrongly. You see such a lot – stage decoration, costumes, illuminating and furthermore a lot of very beautiful touching arias.  I admit, that – if there wouldn’t be the surrounding – I would not hear the music alone.  
Hier wie immer der Link und die Beschreibung. 

THE TEMPEST (Der Sturm)
Thomas Adès *1971
Oper in drei Akten
Text von Meredith Oakes nach dem gleichnamigen Schauspiel (1610/1611) von William Shakespeare
Uraufführung am 10. Februar 2004, Royal Opera House Covent Garden, London
Zum Werk
Im Sturm beginnt das Werk und stürmisch ist auch die Musik des Engländers Thomas Adès, der sich in diesem Werk Repertoire aller musikalischen Größen Englands aneignet und damit spielt. Ähnlich frisch und respektlos verfährt Meredith Oakes mit Shakespeares Text: »Das Skelett bleibt erhalten, die Haut wird regeneriert und etwas vollständig Originäres wird geboren.« (K. Warner) Dieses »Skelett« ist die Geschichte des Zauberers Prospero: Seitdem der Verrat seines Bruders Antonio sie fast das Leben kostete, ist Prospero gemeinsam mit seiner Tochter Miranda auf einer Insel gestrandet. Durch Zauberkünste hat er den Luftgeist Ariel ebenso in seine Gewalt gebracht wie den wilden Hexensohn Caliban. Widerwillig, aber treu ihrem Herren dienend, führt Ariel nun Antonio mitsamt dem König von Neapel und dessen Sohn Ferdinand als Schiffbrüchige auf die Insel. Prosperos Zauberkraft soll Reue erzwingen. Doch die Liebe zwischen dem Prinzen und Miranda läuft seinen Plänen zuwider. Sie bezwingt den Zauber und stiftet Frieden zwischen den Feinden. Caliban, der Barbar, erhält sein Reich zurück und behält in dieser Neufassung des elisabethanischen Dramas das letzte Wort.
Handlung
Schauplatz: Eine Ozeaninsel, deren weiser Herrscher, der Zauberer Prospero, einstmals mit seiner Tochter Miranda aus Mailand fliehen musste. Aus dem früheren Herzog ist ein Geisterfürst geworden. Zu seinen insularen Untertanen gehören Caliban, ein wilder, dämonischer Eingeborener und Sohn der Hexe Sycorax sowie der sangeslustige Luftgeist Ariel. Mit einem Sturm beginnt die Oper. Auf dem Rückweg von Tunis strandet das Schiff Antonios, des machtbesessenen Bruders Prosperos. Antonio, inzwischen Usurpator des einstigen Herzogtums seines Bruders, sowie Ferdinand, der jugendliche Sohn des gleichfalls schiffbrüchigen neapolitanischen Königs, überleben mit einigen Matrosen den Schiffbruch und gelangen auf die Insel des Zauberers. Genau dies hat Prospero, der Sturmerwecker, geplant.
Die folgende Geschichte zeigt die Überlebenden als Objekte aller möglichen magischen Künste. Am Ende allen Wirrsals kommt es zur Auflösung. Ferdinand und Miranda präsentieren sich als verliebtes Paar. Prospero zerbricht den Stab und verlässt die Insel. Ariel fliegt in die Freiheit. Allein Caliban bleibt auf der Insel zurück.


Here as always the link and the description
THE TEMPEST
Thomas Adès , 1971
Opera in three acts
Libretto by Meredith Oakes after the play of the same name, The Tempest (1610/1611) by William Shakespeare
World premiere February 10th 2004 Royal Opera House Covent Garden, London
About the Piece

The work begins in a storm. English composer Thomas Adès’ music is stormy too, appropriating ideas from all of England’s greats. Meredith Oakes deals with Shakespeare’s play in a similarly fresh and fearless way: »the skeleton remains, the skin is regenerated and something completely original is born.« (Keith Warner) This »skeleton« is the story of the sorcerer Prospero: he and his daughter Miranda have been living stranded on an island since his brother Antonio’s betrayal almost cost them their lives. His magic has enabled him to gain power over Ariel, a spirit of the air, and Caliban, the wild son of a witch. Against her will, but loyal to her master, Ariel ensures that Antonio, the King of Naples and his son Ferdinand are ship-wrecked on the island. Prospero’s magic powers were intended to bring about repentence but he had not reckoned with the love between the Prince and Miranda, which destroys his magic and brings about peace between the enemies. Caliban, the barbarian, regains control over his kingdom and, in this version of the Elizabethan play, has the last word.
Synopsis
Prospero and his daughter Miranda have been living on an island since his brother Antonio stole his title, the Duke of Milan. The other inhabitants are Caliban, son of the witch Sycorax, and Ariel, a spirit of the air. Prospero summons a storm to sink a passing ship. Ariel is ordered to ensure that the survivors, Antonio, the King of Naples and his son Ferdinand among them, reach the shore. The King fears that his son is lost but they set out to look for him. Meanwhile, Prospero had ordered Ariel to lure Ferdinand to him, but he had not reckoned with his daughter falling in love with him. King Alonso and the others are so tired they can hardly walk. They believe Ferdinand must have perished and that they will soon meet the same fate. King Alonso names Gonzalo as his heir, thereby disinheriting his brother Sebastian. Ariel’s music makes everyone fall asleep except Antonio and Sebastian, who decide to murder the King and Gonzalo and crown Sebastian king. Ariel conjures up a banquet: Gonzalo takes this as a sign of goodwill from heaven. The feast vanishes. Ariel appears as a harpy, accusing them of their crimes. Filled with fear, they await a terrible death. Prospero realises that he has brought hell to the island. Miranda and Ferdinand tell him of their love. He calls for Ariel to bless them. He has had his revenge. Caliban appears, demanding Miranda and the island. Miranda tells him how hateful he is to her. Ariel’s emotional description of King Alonso and Antonio’s fear moves Prospero so much that he decides to release them all, Ariel included. Prospero reveals his identity. The King asks for forgiveness and offers Prospero his dukedom back. Ferdinand and Miranda announce that they are a couple, to the astonishment of the King and courtiers. Prospero renounces his powers and asks the spirit to stay with him. But Ariel chooses freedom. She and Caliban are left alone on the island. 

Wolfsburg – Wolfsburg


Eigene Geburtstage zu feiern ist ein Graus. Die vielen Telefonate zur nachtschlafenden Zeit. Nichts für mich. Also plane ich bereits früh, was man unternehmen könnte. Und das endet meist mit Aufstehen zur nachtschlafenden Zeit.
Celebrating the own birthday for me it means a horror. So many telephone calls in the middle of the night. None for me. So I plan a lot of time in advance what we can do. And most time it is ending with something that means getting up in the middle of the night.
Diesmal entschloss ich mich nach Wolfsburg zu fahren – nicht dass Wolfsburg eine Reise wert ist (konnte ich damals noch nicht feststellen) sondern einzig und allein um die Ausstellung ‚Kunst und Textil’ anzusehen.
This time I decided a travel to Wolfsburg – not that Wolfsburg is worth a journey (at this time, I couldn’t know already) but solely to visit the exhibition ‘Kunst und Textil’. 
Wolfsburg gab uns einen Eindruck von Winter – kalt, etwas Schnee und windig. Der Wiesenmanager meinte, ich sollte meinen Geburtstag auf den Sommer legen. Aber noch bin ich nicht die Queen.
In Wolfsburg we got an impression of winter – cold, some snow and windy. The meadow manager suggested, I should reschedule my birthday in summer. But I am not yet the queen. 








Die Ausstellung ist sehenswert. Das Kunstmuseum ist riesig. Dadurch hängen die Exponate nicht so eng. Allerdings sind manche etwas eigenartig in die Höhe gehängt.
The exhibition is a visit worth. The ‘Kunstmuseum’ is large. Therefore the exhibits are decorated not so close. But sometimes they are mounted on the wall quite unusual very high.



















Im Link gibt es eine Aufnahme der Installation ‚Love Letters’, die im Foto leider nicht so wirkt. Diese hat mich sehr beeindruckt. Die Wolfsburger waren aufgefordert dafür Liebesbriefe  zu senden. Aber da gab es wohl die große Verweigerung. So hat man sich mit gedruckten Liebesbriefen von Berühmtheiten begnügt z.B. Napoleon. Für mich gab es darüber hinaus viel Neues zu entdecken.
Via the link you see a photo of the installation ‘Love Letters’. Unfortunately in the photo it doesn’t appeal. It strongly impressed me. The people of Wolfsburg were invited to send their love letters. But there was a great refusal. So they made do with printed love letters from famous people e.g. Napoleon. Furthermore there was a lot new for me.
Neben dem Link hier noch das, was das Museum darüber schreibt.
12.10.2013 - 02.03.2014
Kunst & Textil
Stoff als Material und Idee in der Moderne von Klimt bis heute
Kein Stoff, kein Material, keine Technik vermag unser sinnliches wie auch mentales Dasein so universell zu berühren, wie das Textile und das gerade in einer Zeit, die durch die zunehmende Virtualisierung immer unsinnlicher zu werden droht. Das Textile mit seinem über Jahrtausende weltweit entwickelten Reichtum an Webarten und Texturen ist das ideale Medium, diesem Bedürfnis nach Sinnlichkeit nachzukommen.
Mit einer historisch weit gespannten Ausstellung widmet sich das Kunstmuseum Wolfsburg erneut einem Lebens-Thema aus Sicht der Kunst: multimedial, interdisziplinär und die verschiedensten Kulturen umfassend. Nach Interieur/ Exterieur 2008 und Die Kunst der Entschleunigung 2011 ist dies eine weitere Etappe auf der Suche nach der Moderne im 21. Jahrhundert, die das Museum im Jahre 2006 begann.
Rund 200 Exponate von über 80 Künstlern und rund 60 weiteren anonymen, nicht überlieferten Künstlern umfasst diese groß angelegte Ausstellung, darunter hochkarätige Gemälde von Gustav Klimt, Vincent van Gogh, Edgar Degas, Henri Matisse, Paul Klee und Jackson Pollock. Gezeigt werden auf rund 2700 Quadratmetern Ausstellungsfläche aber auch Artefakte, die keine namentlichen Schöpfer kennen, wie etwa ein gewobener Stoff aus dem alten Peru aus der Sammlung von Anni Albers.
Bei der Erkundung der Bedeutung des Textilen geht es auch um eine Art »Neulesung« der Geschichte der modernen Kunst vom Jugendstil bis heute. Die Trennung von Kunsthandwerk und bildender Kunst hatte in der Moderne zur Folge, dass alles »Kunsthandwerkliche« über Jahrzehnte systematisch aus dem kunsthistorischen Kanon verdrängt wurde. Dabei bezog die Moderne aus der Verbindung von Kunst und Kunsthandwerk entscheidende Impulse.
Für die Besucher von Kunst & Textil mag es überraschend sein, dass sie in der Ausstellung nicht nur auf Kunstwerke treffen, die aus dem Material Stoff gearbeitet sind - wie etwa die typischen Strickbilder von Rosemarie Trockel -, sondern auch auf Gemälde, die Stoffe abbilden, wie etwa die hängende Wäsche in Edgar Degas’ Bild »Die Büglerin« oder den üppigen Ball-Entrée, der Marie Henneberg in ihrem Bildnis von Gustav Klimt (1901) in eine textile Wolke hüllt. Videoarbeiten beschäftigen sich mit der Idee des Textilen (Kimsooja) oder tauchen den Betrachter in einen Kosmos sich ständig wandelnder Netze (Peter Kogler). Darüber hinaus sieht man Objekte, die man sonst nur im Völkerkundemuseum antrifft, wie etwa feine Kubastoffe aus Afrika.
Ihr umfassender Ansatz macht Kunst & Textil zu einer Grundlagen-Ausstellung. Ihren Ursprung und ihre komplementäre Ergänzung findet sie dabei in ihrem Pendent, der Ausstellung Ornament und Abstraktion (Fondation Beyeler) aus dem Jahr 2001, die die Bedeutung des Ornaments für die Entwicklung der abstrakten Kunst untersuchte. Geistiger Schirmherr dieser thesenhaften Schau war der Wiener Kunsthistoriker Alois Riegl, der 1893 eine universale Geschichte der Form schrieb, die von den frühesten Mustern, die der Mensch schuf, über das ägyptische Lotusmotiv und die griechische Palmette bis zum Arabesken-Ornament führte und die man, so dann die These der Ausstellung, in der abstrakten Kunst weiterverfolgen konnte. Riegl antwortete damit Gottfried Semper, der 1863 die Technik und die Auseinandersetzung mit dem Material als Ursprung der Formen und Symbole sah. »Form follows material«: Das ist die Formel, die man bei dem Projekt Kunst & Textil ansetzen kann.
Den Auftakt der Ausstellung Kunst & Textil bildet die bewegte Zeit des Jugendstils, als Künstler und Gestalter wie William Morris und Henry van de Velde sich in Paris, Brüssel, London und Wien anschickten, die Hierarchie zwischen Kunst und Kunsthandwerk zugunsten eines umfassenden Lebensentwurfes aufzulösen. Das textile Gestalten war auch das Bindeglied zur Malerei, die nach Édouard Vuillard, Henri Matisse und Gustav Klimt gerade im Begriff war, abstrakt zu werden. Der Besucher folgt dem roten Faden weiter zum Bauhaus in Weimar und Dessau, wo das textile Gestalten einen ersten Höhepunkt fand und wo die Grundlagen für die Entfaltung der sogenannten Fiber Art gelegt wurden. Doch weniger die Verkündung einer eigenen Kunstrichtung war fruchtbar, sondern vielmehr die immer selbstverständlichere Verwendung des Textilen als Medium, Technik, Material und Idee innerhalb avantgardistischer Kunstbewegungen: wie in der Material- und Antiform-Kunst (Robert Morris), der Soft und Pop-Art (Sigmar Polke), der Fluxus- Kunst (Joseph Beuys) sowie auch in der Minimal Art (Agnes Martin). Der »Textil-Kunst« selbst haftete noch lange der Ruch des bloß Kunstgewerblichen an und wurde als »Frauenkram« und weibliche Hausarbeit abgetan bis Rosemarie Trockel Anfang der 1980er-Jahre ihre ersten Strickbilder schuf und das Klischee des Textilen als geschlechtsspezifische Ausdrucksform umwertete. Das Kapitel »Spiderwomen« ist daher wichtigen Protagonistinnen der feministischen Kunst gewidmet, neben Trockel auch Louise Bourgeois, Mona Hatoum und Ghada Amer. Seither haben Künstler das Bedeutungsspektrum des Textilen enorm ausgedehnt und das aktuelle Kunstschaffen ist geradezu durchsetzt von Arbeiten aus Fäden und Stoffen, genähten Skulpturen und gehäkelten Installationen.
Der »Kosmos Textil« reicht aber weit über die Kunst hinaus und betrifft unsere Aneignung von Welt fundamental. »Menschsein heißt Leben mit Stoff«, sagt die Textilforscherin Beverly Gordon. Textilien begleiten uns das ganze Leben sprichwörtlich von den Windeln bis zum Leichentuch. Das Spinnen und Weben ist, wie Gottfried Semper schon 1860 feststellte, eine Urtechnik, aus der alle anderen Künste hervorgingen. »Wo ‚Bindung’ und ‚Verknüpfung’ nicht kulturtechnisch bewältigt sind«, erläutert Hartmut Böhme, »kann es auch keine Kultur geben«. Der Jacquard-Webstuhl, dieses Urmodell der Industrialisierung, führte das Lochkarten-Prinzip ein und wurde dadurch zu einem Prototyp der digitalen Bildkultur. Diese hochaktuelle Analogie von maschinellem Weben und digitalem Prozessieren verleitet dazu, das World Wide Web als eine Art Webstuhl des Internet-Zeitalters zu verstehen.
Die Ausstellung im Kunstmuseum Wolfsburg verfolgt auch die Frage nach dem Anteil textiler Techniken an der Geburt der Abstraktion. So findet die orthogonale Gewebestruktur von Kette und Schuss ihre Entsprechung zum rechtwinkligen Gittermuster, das Ende der 1920er-Jahre die moderne Malerei eroberte (Piet Mondrian). Ein besonderes Augenmerk legt Kunst & Textil auch auf das zweite Hauptereignis der modernen Kunst, nämlich den Ausstieg der Malerei aus dem Bild in den Raum. Die Ausstellung verfolgt den »Faden aus dem Bild in den Raum« anhand von historischen wie auch z.T. für den Anlass geschaffenen Installationen (Leonora Tawney, Fred Sandback, Chiharu Shiota, Peter Kogler).
Das größte Kapitel mit Exponaten aus Afrika, Südamerika, Asien und dem Orient ist dem interkulturellen Dialog gewidmet. Die Universalität des Textilen macht es zu einer Art Weltsprache. Überall wird über »Global Art« diskutiert, die sich angeblich nicht mehr am westlichen Kunstbegriff orientiere. Doch wie lässt sie sich im nach wie vor westlich orientierten Kunstbetrieb präsentieren? Auch ethnologische Museen und Museen nichteuropäischer Kunst müssen sich dieser Frage stellen, wie etwa das künftige Humboldtforum in Berlin. Das Kunstmuseum Wolfsburg schlägt in dieser Ausstellung ein eigenes Präsentations-Modell vor, das auf der Zusammenführung von Objekten aus verschiedenen kunst- und kulturhistorischen Kontexten basiert.
Das Wolfsburger Wandsystem ermöglicht eine vielseitige Inszenierung der Ausstellung und wird z.T. selbst zum Objekt, wie etwa bei der Nachempfindung des einzigartigen Café Samt & Seide, das Lilly Reich und Ludwig Mies van der Rohe 1927 in Berlin errichteten.
Künstler:
Magdalena Abakanowicz · Nevin Aladag · Anni Albers · Ghada Amer · El Anatsui · Burak Arikan · Gertrud Arndt · Joseph Beuys · Pierrette Bloch · Alighiero e Boetti · Pierre Bonnard · Louise Bourgeois · Louis Cane · Philippe de Champaigne · Edgar Degas · Sonia Delaunay-Terk · Birgit Dieker · Frauke Eigen · Noa Eshkol · Friederike Feldmann · Lucio Fontana · Mariano Fortuny · Imi Giese · Domenico Gnoli · Vincent van Gogh · Sonia Gomes · Sebastian Hammwöhner · Mona Hatoum · Olaf Holzapfel · Pieter Hugo · Johannes Itte · Sergej Jensen · Mike Kelley · Bharti Kher · Anselm Kiefer · Kimsooja · Paul Klee · Gustav Klimt · Imi Knoebel · Peter Kogler · Yayoi Kusama · Liz Larner · Max Liebermann · Man Ray · Piero Manzoni · Brice Marden · Agnes Martin · Henri Matisse · Claude Mellan · Mario Merz · Ludwig Mies van der Rohe und Lilly Reich · Piet Mondrian · François Morellet · Robert Morris · William Morris · Koloman Moser · Blinky Palermo · Janet Passehl · Michelangelo Pistoletto · Sigmar Polke · Jackson Pollock · Jessica Rankin · Robert Rauschenberg · Gerhard Richter · Jens Risch · Christian Rohlfs · Reiner Ruthenbeck · Robert Ryman · Fred Sandback · Viviane Sassen · Chiharu Shiota · Yinka Shonibare · Katharina Sieverding · Pierre Soulages · Sophie Taeuber-Arp · Dorothea Tanning · Lenore Tawney · Joaquín Torres-García · Rosemarie Trockel · Heinrich Wilhelm Trübner · Félix Vallotton · Henry van de Velde · Édouard Vuillard · Andy Warhol · Pae White · Wol
Beside the link there is the text of the museum.
12.10.2013 - 02.03.2014
Art & Textiles
Fabric as Material and Concept in Modern Art from Klimt to the Present
Nothing, no material, no technique is as capable of touching our sensual and mental existence so universally as textiles, particularly at a time that is in danger of becoming ever less sensuous due to increasing virtualization. Textiles with their abundance of weaves and textures that evolved over the millennia are the ideal medium to fulfill this need for sensuality.
The Kunstmuseum Wolfsburg again devotes itself to a central aspect of human life from the perspective of art in a historically far reaching, interdisciplinary multimedia exhibition that encompasses the most diverse cultures. After Interior/Exterior in 2008 and The Art of Deceleration in 2011, this exhibition represents a further step in the pursuit of modernism in the 21st century that the museum has been undertaking since 2006.
This large-scale exhibition encompasses approximately circa 200 works by 80 artists as well as 60 further anonymous artists whose names have not been preserved, among them major paintings by Gustav Klimt, Vincent van Gogh, Edgar Degas, Henri Matisse, Paul Klee and Jackson Pollock. But artifacts whose creators’ remain nameless can also be viewed in the circa 2700 square meters large exhibition space, for example a pre-Columbian textile fragment from the collection of Anni Albers.
Our exploration of the significance of the textiles also involves a kind of “re-reading” of the history of modern art from Art Nouveau to the present. The modern separation of applied and fine art resulted in the systematic, decades-long exclusion of all handicrafts from the art historical canon. In the process, modernism drew decisive impulses from the ties between art and craftsmanship.
Those expecting to primarily be confronted with textiles in this exhibition will be surprised. Visitors will not only encounter works of art made out of textiles, for example the typical knitted pictures by Rosemarie Trockel, but also paintings illustrating textiles like the hanging laundry in Edgar Degas’s “Woman Ironing” or the sumptuous Ball-Entrée that envelopes Marie Henneberg in a textile cloud in her portrait by Gustav Klimt (1901). Videos deal with the notion of the textile (Kimsooja) or immerse the viewer in a cosmos of constantly shifting nets (Peter Kogler). Objects are furthermore on show that one otherwise encounters solely in ethnographical museums, for example fine African Kuba cloth.
Its comprehensive approach makes Art & Textiles a fundamental exhibition. The origins and complementary supplement can be found in counterpart, the 2001 Ornament and Abstraction exhibition (Fondation Beyeler) that examined the significance of the ornament for the development of abstract art. The intellectual patron of that show was the Viennese art historian
Alois Riegl whose universal history of form from 1893 led from humankind’s earliest patterns to the Egyptian lotus motif and the Greek palmette and from there to the arabesque ornament. The thesis of the exhibition was that they can be traced further in abstract art. In doing so, Riegl responded to Gottfried Semper, who in 1863 saw technology and the dealing with material as the origin of forms and symbols. “Form follows material”: This is the formula that can be applied to the Art & Textiles project.
The Art & Textiles exhibition begins during the eventful Art Nouveau period when artists and designers such as William Morris and Henry van de Velde in Paris, Brussels, London and Vienna set about breaking down the hierarchy between art and handicraft in favor of a comprehensive life plan. Textile fashioning was also the connecting link to painting that was in the process of becoming abstract after Édouard Vuillard, Henri Matisse and Gustav Klimt. The visitor follows the golden thread of the exhibition to the Bauhaus in the German cities of Weimar and Dessau, where textile design reached an initial highpoint and the foundations for the enfolding of so-called fiber art were laid. But it was less the heralding of a separate art movement that proved fruitful than the ever more self-evident use of textiles as a medium, technique, material and concept in avant-garde art, for example in Material and Anti-Form Art (Eva Hesse), Soft and Pop Art (Sigmar Polke), Fluxus (Joseph Beuys) as well as Minimal Art (Agnes Martin). “Textile Art” itself was long stigmatized as being a mere handicraft and dismissed as a “women’s matter” associated with domestic housework until Rosemarie Trockel produced her first knitted pictures in the early 1980s, reevaluating the cliché of the textile as a gender-specific form of expression. The chapter “Spider Women” is consequently devoted to the most important protagonists of feminist art, including, alongside Trockel, Louise Bourgeois, Mona Hatoum and Ghada Amer. Artists have considerably expanded the textile’s range of meanings since then and present-day art production is virtually interspersed with works made from yarn and fabrics, sewn sculptures and crocheted installations.
But the “textile cosmos” extends far beyond the realm of art, fundamentally bearing on our appropriation of the world. “To be human is to be involved with cloth” says the textile scholar Beverly Gordon. Textiles literally accompany us all our lives, from the diaper to the burial shroud. As Gottfried Semper already determined in 1860, spinning and weaving concern a primal technique from which all the other arts developed. “Civilization first exists,” Hartmut Böhme explains, “when it has mastered the cultural techniques of ‘binding’ and ‘connecting.’” The Jacquard loom, this exemplary archetype of industrialization, introduced the punched card principle, making it a prototype of digital pictorial culture. This highly topical analogy of mechanical weaving and digital processing tempts one to comprehend the World Wide Web as a kind of weaving loom of the Internet age.
The exhibition at the Kunstmuseum Wolfsburg also pursues the question concerning the share of textile techniques in the birth of abstraction. The orthogonal fabric structure of warp and woof finds its equivalent in the rectangular grid pattern that conquered modern painting in the late 1920s (Piet Mondrian). Art & Textiles also pays particular attention to the second main occurrence in modern art, namely the exit of painting from the picture into space. The exhibition traces the “thread from the picture into space” based on historical installations in addition to those that have been produced for this occasion (Leonora Tawney, Fred Sandback, Chiaru Shiota, Peter Kogler).
The largest chapter featuring exhibits from Africa, South America, and the Orient is dedicated to the intercultural dialogue. The universality of textiles makes them a kind of world language. “Global Art” that is supposedly no longer oriented on the Western concept of art is being discussed everywhere. But how should it be exhibited by a still Western-oriented art world? Ethnological museums and museums of non-European art, for example the future Humboldtforum in Berlin, must ask themselves this question. The Kunstmuseum Wolfsburg suggests its own presentation model in this exhibition that is based on combining objects from various art historical and cultural contexts.
The Wolfsburg wall system facilitates a versatile staging of the exhibition, and even occasionally becomes an exhibit itself, for instance in the replication of the unique Café Samt & Seide constructed in Berlin in 1927 by Lilly Reich and Mies van der Rohe.
List of Artists:
Magdalena Abakanowicz · Nevin Aladag · Anni Albers · Ghada Amer · El Anatsui · Burak Arikan · Gertrud Arndt · Joseph Beuys · Pierrette Bloch · Alighiero e Boetti · Pierre Bonnard · Louise Bourgeois · Louis Cane · Philippe de Champaigne · Edgar Degas · Sonia Delaunay-Terk · Birgit Dieker · Frauke Eigen · Noa Eshkol · Friederike Feldmann · Lucio Fontana · Mariano Fortuny · Imi Giese · Domenico Gnoli · Vincent van Gogh · Sonia Gomes · Sebastian Hammwöhner · Mona Hatoum · Olaf Holzapfel · Pieter Hugo · Johannes Itte · Sergej Jensen · Mike Kelley · Bharti Kher · Anselm Kiefer · Kimsooja · Paul Klee · Gustav Klimt · Imi Knoebel · Peter Kogler · Yayoi Kusama · Liz Larner · Max Liebermann · Man Ray · Piero Manzoni · Brice Marden · Agnes Martin · Henri Matisse · Claude Mellan · Mario Merz · Ludwig Mies van der Rohe und Lilly Reich · Piet Mondrian · François Morellet · Robert Morris · William Morris · Koloman Moser · Blinky Palermo · Janet Passehl · Michelangelo Pistoletto · Sigmar Polke · Jackson Pollock · Jessica Rankin · Robert Rauschenberg · Gerhard Richter · Jens Risch · Christian Rohlfs · Reiner Ruthenbeck · Robert Ryman · Fred Sandback · Viviane Sassen · Chiharu Shiota · Yinka Shonibare · Katharina Sieverding · Pierre Soulages · Sophie Taeuber-Arp · Dorothea Tanning · Lenore Tawney · Joaquín Torres-García · Rosemarie Trockel · Heinrich Wilhelm Trübner · Félix Vallotton · Henry van de Velde · Édouard Vuillard · Andy Warhol · Pae White · Wol
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